Wie verschmutzt sind 2017 die Frankfurter Flüsse und Bäche?

Antrag NR 346 vom 06.06.2017: Zahlen und Fakten zur Gewässerqualität vorlegen

Im Februar 2009 ist der letzte Gewässerbericht des Gesundheitsamtes erschienen, der die Qualität der Bäche und Flüsse Frankfurts in den Jahren 1987 bis 2008 dokumentierte. Der ausführliche Bericht zeigte damals auf, wie schlecht die hygienische Qualität unserer Gewässer ist. Obwohl die Ergebnisse des Berichts alarmierend waren – so stieg die Verkeimung mit EHEC- und Salmonellen-Keimen seit 2005 explosionsartig an – sind seitdem keine Maßnahmen zur Verbesserung der hygienischen Wasserqualität eingeleitet worden.

2011 ist der Erlenbach in den Verdacht geraten, mit einem gefährlichen EHEC-Erreger verseucht zu sein, an dem in Deutschland 53 Menschen starben. Vor einigen Wochen fiel ein Mann in den Eschbach, wurde dadurch mit einem multiresistenten Keim infiziert und starb, ebenso wie zwei weitere Patienten der Uniklinik, die er mit dem Keim ansteckte.

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Gefährliche Erreger in Frankfurter Oberflächengewässern

Anfrage A 205 vom 06.06.2017 Wann erfüllt Frankfurt die Wasserrahmenrichtlinie?

„Bis 2015 sollen die Frankfurter Flüsse und Bäche in einen „guten Zustand“ versetzt werden.“ Dieses Ziel wurde in der EU-Wasserrahmenrichtlinie europaweit einheitlich festgelegt und wird auf der Webseite „Frankfurt Green City“ heute noch verbreitet. Dort hängt man auch dem Traum vom Baden im Main noch nach. Die Realität sieht 2017 anders aus.

Immer wieder sorgen Frankfurter Bäche und Flüsse für Schlagzeilen, weil gefährliche Erreger in ihnen gefunden werden. Zwischen diesen Pressemeldungen hört man aber wenig zur Thematik. Spaziert man an den idyllischen Flussufern am Stadtrand, trifft man immer wieder Menschen, die von der miserablen hygienischen Qualität und der damit verbundenen Gefahr noch nie gehört haben.

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