Nilgänse in Frankfurter Parks bekämpfen

Antrag NR 918 vom 26.Juli 2019: Grünflächen für Menschen nutzbar halten

Die Grünflächen in Frankfurter Parks und Erholungsgebieten sind aufgrund der stark gewachsenen Populationen an Nil- und Kanadagänsen kaum noch nutzbar. Wer sich auf der Wiese z.B. im Licht- und Luftbad Niederrad oder im Ostpark niederlassen will, muss seine Picknickdecke auf dem Kot der Tiere ausbreiten, da es keine sauberen Flächen mehr gibt. Auf die Anfrage des Ortsbeirates 5 vom August 2018, was die Stadt gegen diese Zustände zu tun gedenke, antwortete der Magistrat im vergangenen November, er habe einen Runden Tisch einberufen und ein Nilgans-Management mit Monitoring ins Leben gerufen.

Von solchen Maßnahmen unbeeindruckt, breiten sich die Gänse munter weiter aus. Auch der Versuch des Umweltdezernats im Ostpark mittels eines niedrigen Zauns bzw. einer niedrigen Hecke die Gänse zu disziplinieren, ist bekanntermaßen gescheitert. Die Nilgans steht seit 2017 auf der EU-Liste der invasiven Arten, damit sind die Länder verpflichtet, diese Art zurückzudrängen.

Die Stadt Düsseldorf hat zur Verringerung der Nilganspopulation eine Biologin eingestellt, die als eine erfolgreiche Maßnahme Eier aus den Nestern entnimmt.

Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:

1. Zur Reduzierung der Gänsepopulation setzt die Stadt Frankfurt MitarbeiterInnen ein, die Eier aus den Nestern von Nil- und Kanadagänsen entnehmen und ggfs. durch Gänseei-Attrappen ersetzen.

2. In stark frequentierten Parks und Grünflächen setzt die Stadt sogenannte Kotsauger ein, damit die Wiesen wieder nutzbar sind.

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Antragsteller: Stadtv. Luigi Brillante

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