Besseren ÖPNV in Frankfurter Norden

Anfrage A 380 vom 13.08.2018: Taktung des 25er-Busses anpassen

Während der Sommerferien war der S-Bahn-Tunnel in Frankfurt gesperrt. Die Haltestelle Hauptbahnhof der S 6 (Frankfurt – Friedberg) wurde in dieser Zeit auf die oberirdischen Gleise 15 und 16 verlegt, die sonst dem Fern- und Regionalverkehr vorbehalten sind.

Leider hatte das zur Folge, dass die S6 regelmäßig mit Verspätung von 5 bis 10 Minuten im Hauptbahnhof abfuhr und auch mit dieser Verspätung an den Haltestellen ankam. Es hat aber niemand daran gedacht, auch die Buslinien an diese chronische Verspätung anzupassen. So fuhr der Bus der Linie 25, der als reiner S6-Zubringer von Nieder-Erlenbach über Harheim den S-Bahnhof Berkersheim anfährt, sechs Wochen lang meistens leer die Dörfer ab. Den am Feldrand gestrandeten Fahrgästen hingegen blieb die Entscheidung, 25 bis 30 Minuten zu warten oder bei 36 Grad ein paar Kilometer zu wandern. Ein Taxi zu rufen, fiel als Alternative aus, da der Weg von Harheim zum Bahnhof Berkersheim für den Autoverkehr gesperrt ist.

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Freie Gehwege in allen Stadtteilen

Anfrage A 375 vom 19.07.2018: Belange der Fußgänger stärker in den Fokus rücken

Fußgänger sind die schwächsten Verkehrsteilnehmer, leider verfügen sie über keine starke Lobby. Umso wichtiger ist es, dass die Kommune ihre Aufgaben wahrnimmt und auf die Einhaltung der Fußgängerrechte achtet.

Zu den größten Problemen gehören zugeparkte oder zugestellte Gehwege, Parken vor und auf Zebrastreifen und zu schmale Gehwege, die für Menschen mit Kinderwagen oder Rollatoren nicht ausreichend sind.

Dies vorausgeschickt frage ich den Magistrat:

1. Ist der Magistrat der Auffassung, dass die Belange der Fußgänger in der gesamten Stadt gewahrt sind?

2. BürgerInnen berichten, dass in ihren Stadtteilen zwar gelegentlich Polizisten per Pedes oder mit dem Auto promenieren, diese jedoch auch grobe Verkehrsverstöße, wie Parken auf dem Zebrastreifen nicht beachten. Stimmt der Magistrat der Auffassung zu, dass es sinnvoll und effizient wäre, wenn die Polizei solche Verkehrsverstöße aufnehmen würde?

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Ausbau Main-Weser-Bahn: Besserer Schienenersatzverkehr

Antrag NR 562 vom 18.04.2018: Schienenersatzverkehr während des S 6-Ausbaus

Während der Osterfeiertage wurde wegen des Ausbaus der Main-Weser-Bahn die S 6 zwischen Bad Vilbel und Frankfurt West gesperrt. Fahrgästen, die sich vorab auf http://www.rmv.de informierten, wurde dort mitgeteilt, dass ein Ersatzverkehr eingerichtet sei, so z.B. am Bahnhof Berkersheim. Als Umsteigezeit in den Schienenersatzverkehr (SEV) wurden hier 3 Minuten genannt.

Die Fahrgäste aus Harheim, die aufgrund der geografischen Lage die Hauptnutzer des Bahnhofs Berkersheim sind, erlebten jedoch eine böse Überraschung: Der SEV befand sich am anderen Ende des Stadtteils Berkersheim an der Haltestelle Kalter Berg. Diesen erreicht man von Bahnhof Berkersheim nach einem knappen Kilometer Fußweges den Berg hinauf.

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Ein Twitter-Account für traffiQ

Antrag NR 551 vom 29.03.2018: Mehr Service für Fahrgäste

Die Verkehrsgesellschaft Frankfurt verfügt über einen Twitter-Account ( @vgf_ffm ), mittels dem sie freundlich, kompetent und in Echtzeit mit den Nutzern des öffentlichen Nahverkehrs kommuniziert. Das ist gerade bei Problemen im Straßenbahn- und U-Bahn-Verkehr sehr hilfreich und wird von der Fahrgästen rege genutzt.

Leider gibt es für Fahrgäste, die auf die Nutzung von Bussen in Frankfurt angewiesen sind, diese Möglichkeit nicht. Die VGF nennt Twitter-Nutzern bei Anfragen zum Busverkehr die E-Mail-Adresse der Traffiq. Das nützt bei akuten Probleme nichts, da es in der Regel einige Wochen dauert, bis auf diesem Wege mit Antworten zu rechnen ist; der Versuch, traffiq telefonisch zu erreichen, ist ebenfalls meistens vergeblich.

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ÖPNV: Leitstelle über Busausfälle nicht informiert

Anfrage 321 vom 14.2.2018: Keine Kontrolle privater Busbetreiber?

Im Frankfurter Norden werden die Buslinien noch immer – trotz der Beschwerden seit Jahren – von privaten Betreibern befahren. Die Unzufriedenheit der Fahrgäste bezieht sich auf Pünktlichkeit, Service, Information und Fahrtempo auf den Linien sowie auf mangelnde Information bei Ausfällen von Fahrten. Diese sind bei den Linien 25 und 28, die als Zubringer zum innerstädtischen Schienenverkehr fungieren und tagsüber nur alle 30 Minuten (!) fahren, besonders gravierend. Der Versuch, sich bei Verspätungen telefonisch bei der auf dem Haltestellenaushang angegebenen Info- und Beschwerdestelle oder via Internet zu informieren, ob der Bus ausfällt, scheitert aber meistens, da die Mitarbeiter nicht informiert sind. Der Grund: Wie die VGF via Twitter im Februar 2018 mitteilte, gibt es keine Verpflichtung der privaten Busbetreiber, Ausfälle an die Leitstelle zu melden.

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Ausbau der Main-Weser-Bahn: Akzeptanz durch Ersatzangebote

Antrag NR 462 vom 21.11.2017: Verlässlichen ÖPNV während der Bauzeit sichern

Der notwendige Ausbau der Main-Weser-Bahn wird für einige Stadtteile im Frankfurter Norden zu
jahrelangen und erheblichen Belastungen führen. Obwohl die Bauarbeiten in wenigen Wochen
beginnen, sind viele wichtige Fragen noch offen. So z. B. am Bahnhof Berkersheim, der für die
Fahrgäste aus Nieder-Erlenbach, Harheim und Berkersheim der wichtigste Zugang zum
städtischen Schienenverkehr bedeutet. Hier ist sowohl die künftige Gestaltung des barrierefreien
Bahnübergangs als auch die Erreichbarkeit der Bahngleise während der Bauzeit noch ungeklärt.
Zudem ist nicht bekannt, wie der barrierefreie Fußgänger- und Radverkehr zwischen Berkersheim
und Harheim während der Bauphase ermöglicht wird. Der Magistrat hat alle Anfragen der
zuständigen Ortsbeiräte aus den letzten Jahren mit lapidaren Nullsätzen beantwortet.

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Störungen im ÖPNV Frankfurt

Anfrage A 274 vom 26.10.2017: Störungen im ÖPNV

Im Oktober sind die Störungen im Frankfurter Nahverkehr unzumutbar geworden. Um nur einige Beispiele zu nennen:

1. Am 12.10.2017 kam es zu starken Behinderungen zwischen Frankfurt-West und Bad Vilbel. Grund war ein „verreckter Stockheimer“, wie der Zugführer entsetzten Fahrgästen in einem Zug der S6 mitteilte. Erfahrene Pendler konnten aber die Ortsfremden, vor allem viele mitreisenden Buchmesse-Besucher, beruhigen: Es handelte sich nicht um einen Suizid sondern um den Zug der Niddertalbahn, genannt Stockheimer Lieschen, der defekt auf den Gleisen lag und die hinter ihm fahrende S 6 zu längerem Aufenthalt auf der Strecke und schließlich Rückfahrt zwang.

2. Am Morgen des 17.10.2017 warteten Fahrgäste der U 2 vergeblich auf ihre Züge in die Stadt. Per Durchsage wurde als Grund ein Stromausfall genannt. Ersatzverkehr oder Informationen, wie die Fahrgäste aus den Stadtteilen Nieder-Eschbach, Bonames, Kalbach in die Innenstadt kommen können, wurden nicht zur Verfügung gestellt.

3. Zu einem Stromausfall, der die Evakuierung von fünf Zügen zur Folge hatte, kam es am 23.10.2017 an der U-Bahn-Station Niederursel.

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