Keine koalitionären Machtspiele auf Kosten der Kinder

Antrag NR 147 vom 04.11.2016: Keine koalitionären Machtspiele auf Kosten der Kinder

Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:

Der Magistrat wird beauftragt, umgehend alle erforderlichen Maßnahmen zu treffen, damit im Sommer 2017 im Stadtteil Niederrad eine Integrierte Gesamtschule (IGS) eröffnet werden kann.

Begründung:

Um den SchülerInnen in Niederrad ab 2017 eine wohnortnahe weiterführende Schule zu bieten, hat die neue Bildungsdezernentin den Vorschlag gemacht, statt der geplanten und wegen mangelnder Anmeldungen bereits einmal gescheiterten Kooperativen Gesamtschule (KGS) eine Integrierte Gesamtschule (IGS) zu eröffnen. Alle relevanten Akteure in der Stadt befürworten diesen Vorstoß.

Die pragmatischen Argumente für die Umplanung sind überzeugend:

– Planungssicherheit: Die KGS konnte im Sommer 2016 nicht eröffnen, da sich nur drei Kinder für den Gymnasialzweig angemeldet hatten. Hingegen trennt die IGS nicht nach Schulformen. Alle Kinder, gleich welchen Abschluss sie anstreben, werden in einer Klasse unterrichtet und gefördert. Die IGS könnte im Sommer 2017 öffnen.

– Schulstandort: Da die IGS auch vierzügig eröffnet werden kann, kann die Schule langfristig am Standort Goldsteinstraße bleiben. Eine KGS, die mindestens fünfzügig sein muss, benötigt einen anderen, noch nicht gefundenen, neuen Standort. Ob der neue zukünftige Standort wohnortnah sein wird, ist völlig unklar.

– Elternwunsch: Die IGS bietet Kindern aus allen Milieus die Chance des sozialen Aufstiegs durch Bildung. Die frühe Trennung der SchülerInnen im Alter von 10 Jahren auf die verschiedenen Schulformen vergibt diese Chance.

Von diesen Argumenten überzeugt sind: die Eltern, die Grundschulen im Süden, die Kirchen im Stadtteil, der Stadtelternbeirat, das Stadtschulamt, das staatliche Schulamt, das Kultusministerium, die Koalitionspartner SPD und Grüne, die antragstellende Fraktion.

Vermutlich ist auch die CDU von den Argumenten überzeugt. Dieser Antrag eröffnet der CDU-Fraktion die Möglichkeit, von ihrem machtpolitisch motivierten Beharren auf einer falschen Entscheidung Abstand zu nehmen.

Antragsteller: Luigi Brillante

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