ÖPNV: Leitstelle über Busausfälle nicht informiert

Anfrage 321 vom 14.2.2018: Keine Kontrolle privater Busbetreiber?

Im Frankfurter Norden werden die Buslinien noch immer – trotz der Beschwerden seit Jahren – von privaten Betreibern befahren. Die Unzufriedenheit der Fahrgäste bezieht sich auf Pünktlichkeit, Service, Information und Fahrtempo auf den Linien sowie auf mangelnde Information bei Ausfällen von Fahrten. Diese sind bei den Linien 25 und 28, die als Zubringer zum innerstädtischen Schienenverkehr fungieren und tagsüber nur alle 30 Minuten (!) fahren, besonders gravierend. Der Versuch, sich bei Verspätungen telefonisch bei der auf dem Haltestellenaushang angegebenen Info- und Beschwerdestelle oder via Internet zu informieren, ob der Bus ausfällt, scheitert aber meistens, da die Mitarbeiter nicht informiert sind. Der Grund: Wie die VGF via Twitter im Februar 2018 mitteilte, gibt es keine Verpflichtung der privaten Busbetreiber, Ausfälle an die Leitstelle zu melden.

Dem widerspricht die Aussage des Magistrats in der Plenarsitzung Anfang 2017: „jedes von traffiQ beauftragte Busverkehrsunternehmen (sei) vertraglich verpflichtet, diese Ausfälle unmittelbar der zentralen Leitstelle der VGF zu melden“.

Dies vorausgeschickt frage ich den Magistrat:

1. De facto ist die Leitstelle über ausfallende Busse nicht informiert, wie Fahrgäste immer wieder feststellen müssen, warum nicht?

2. Wie kontrolliert der Auftraggeber traffiQ, ob die Busverkehrsunternehmen die Leistungen auch erbringen?

3. Warum dauert es mehrere Monate, bis traffiQ auf Beschwerden von Fahrgästen reagiert?

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Anfragesteller:
Stv. Luigi Brillante

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