Ausbau der Main-Weser-Bahn: Akzeptanz durch Ersatzangebote

Antrag NR 462 vom 21.11.2017: Verlässlichen ÖPNV während der Bauzeit sichern

Der notwendige Ausbau der Main-Weser-Bahn wird für einige Stadtteile im Frankfurter Norden zu
jahrelangen und erheblichen Belastungen führen. Obwohl die Bauarbeiten in wenigen Wochen
beginnen, sind viele wichtige Fragen noch offen. So z. B. am Bahnhof Berkersheim, der für die
Fahrgäste aus Nieder-Erlenbach, Harheim und Berkersheim der wichtigste Zugang zum
städtischen Schienenverkehr bedeutet. Hier ist sowohl die künftige Gestaltung des barrierefreien
Bahnübergangs als auch die Erreichbarkeit der Bahngleise während der Bauzeit noch ungeklärt.
Zudem ist nicht bekannt, wie der barrierefreie Fußgänger- und Radverkehr zwischen Berkersheim
und Harheim während der Bauphase ermöglicht wird. Der Magistrat hat alle Anfragen der
zuständigen Ortsbeiräte aus den letzten Jahren mit lapidaren Nullsätzen beantwortet.

In wenigen Wochen soll der feierliche Spatenstich an der Ausbaustrecke erfolgen. Um die
Akzeptanz für den Ausbau zu erhöhen, muss die Stadt sicherstellen, dass die Leistungen des
ÖPNV während der Bauzeit nicht noch unter das derzeitig schlechte Niveau in den nördlichen
Stadtteilen fallen. Eine Lösung wäre die Stärkung des Busverkehrs während der Bauphase der
Main-Weser-Bahn. So könnte die Buslinie 28, die als Zubringerlinie zur U 2 fungiert, ab 2018 alle
15 Minuten fahren. Derzeit fährt die Linie werktags zwischen 9 und 15 Uhr sowie ab 21 Uhr und
am Wochenenden ganztägig nur alle 30 Minuten.

Dies vorausgeschickt, möge die Stadtverordnetenversammlung beschließen:

1. Der Magistrat legt den Stadtverordneten und Ortsbeiräten umgehend die Pläne zum
Brückenbauwerk in Berkersheim vor und nach der Bauphase vor.
2. Um einen akzeptablen ÖPNV zu sichern, stärkt der Magistrat während der Bauphase der
Main-Weser-Bahn den Busverkehr im Frankfurter Norden. Der Takt der Buslinie 28
zwischen Harheim Tempelhof und der U-Bahnhaltestelle Kalbach wird auf 4 mal pro
Stunde sonn- und werktäglich erhöht.

Antragsteller:
Stv. Luigi Brillante

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